Komplikationen

Dies gleich vorweg: Häufig sind die Ängste vor Komplikationen bei Patienten weitaus größer als deren statistisches Auftreten. Anders ausgedrückt, ist eine Implantation heute fast schon ein Routineeingriff und gerade bei erfahrenen Implantologen, wie bei Dr. Dr. Philipp Scherer und Dr. Dr. Schröter ist die Erfolgsrate für Implantationen sehr hoch.

Die Wahl des Implantologen macht also schon viel aus, um Komplikationen zu vermeiden. So lassen sich auch die Risiken für mögliche Nebenwirkungen - wie bespielsweise Nervverletzungen - deutlich reduzieren.

Im Übrigen können Sie auch selbst viel tun, um Komplikationen entgegen zu wirken.

Mit dem folgenden Kapitel möchten wir Ihnen einen ehrlichen Überblick über die Komplikationen geben. Beachten Sie jedoch, dass diese sehr selten sind und deren Auftreten individuell unterschiedlich.

Differenziert wird zwischen Komplikationen während der Operation, nach der Operation (postoperativ) und Spätfolgen. Leichte Blutungen während und nach der Operation sind normal. Zu stärkeren Blutungen kommt es vor allem, wenn Sie unter einer Gerinnungsstörung leiden oder ASS-haltige Medikamente einnehmen. Verzichten Sie daher vor und nach der Implantation unbedingt auf Schmerzmittel wie beispielsweise Aspirin. Besser sind Paracetamol oder Ibuprofen. Wir geben Ihnen nach der Implantation Schmerzmittel mit nach Hause, die Sie bei Bedarf nehmen können und bitte nicht austauschen.

Übrigens: Wenn Sie durch die richtigen Schmerzmittel starke Blutungen vermeiden, können Sie hiermit auch Hämatomen, also blauen Flecken und Blutergüssen, entgegen wirken.

Hiermit kommen wir auch gleich zur nächsten Komplikation, vor dem die meisten Patienten die größte Angst haben: Schmerzen. Während der Implantation sind Sie lokal betäubt und spüren keine Schmerzen. Nach der Implantation kann es zu leichten Schmerzen kommen, die jedoch mit den oben erwähnten Schmerzmitteln gut in den Griff zu bekommen sind.

Weitere postoperative Komplikationen sind beispielsweise Schwellungen. Auch diese sind bis zu einem gewissen Grad normal und einfach zu behandeln. Wir empfehlen das Kühlen mit einem feuchten Handtuch oder Waschlappen. Am besten legen Sie diesen in eine Schale mit Eiswürfeln und Wasser. Die feuchte Kühlung hilft in aller Regel am besten. Kühlpacks aus dem Eisfach sind oft zu kalt für die Anwendung im Gesicht.

Wundheilungsstörungen gehören zu den ernsteren Komplikationen bei Implantationen. Sie treten zwar selten auf, dennoch ist es wichtig, ihnen so gut es geht entgegen zu wirken. Haben Sie ein schwaches Immunsystem, kann es sinnvoll sein, bereits einige Tage vor der Implantation ein vom Arzt verschriebenes Antibiotikum einzunehmen. Zudem ist eine gute Mundhygiene vor und nach der Implantation besonders wichtig. Bakterien und Beläge, die sich auf und unter den Implantaten ablagern können, begünstigen Wundheilungsstörungen und können im schlimmsten Fall sogar zu Spätfolgen führen.

Zu diesen Spätfolgen der Wundheilungsstörung gehören beispielsweise die Parodontitis und die Implantitis. Bei der Implantitis handelt es sich um die Abstoßung des Implantats durch den Körper. Gerade im Kieferknochenbereich ist dies jedoch eher vereinfacht ausgedrückt, da der Knochen selbst in der Regel keinen Mechanismus hat ein Implantat aktiv abzustoßen. Wohl aber kann sich auch ein aufgebauter Kieferknochen wieder zurückbilden, was letztendlich zur Lockerung oder sogar zum Ausfall der Implantate führt.

Mit etwa 5% ist die Implantitis eine der seltensten Komplikationen. Im schlimmsten Fall kann diese dennoch dazu führen, dass das Implantat verloren geht und erneut mit einer Behandlung begonnen werden muss.

Um diese und andere Komplikationen zu verhindern, können Sie jedoch mit einer guten Mundhygiene vorbeugen. Dieser wollen wir uns im nächsten Kapitel widmen.